Spende statt Böller: So gelingt der tierfreundliche Jahreswechsel!
In Deutschland leben 34,3 Mio. Haustiere*, die zur Silvesternacht fast alle unter dem Lärm und den grellen Lichtern von Feuerwerkskörpern leiden. Und der anstehende Jahreswechsel verspricht nichts Gutes: Der Einzelhandel erwartet einen erneuten Umsatz von rund 137 Mio. Euro mit Feuerwerkskörpern. Statt das Geld in kurzlebige Raketen und Böller zu investieren, ruft der Hamburger Tierschutzverein (HTV) zu Spenden für die Versorgung der Tierheim-Schützlinge auf.
Mithilfe von Spenden können das Futter und die Pflege der mehr als 1.200 Tiere sichergestellt werden. Besonders hilfsbedürftige Bewohner des Tierheims benötigen eine umfangreiche medizinische Versorgung, dazu gehören chronisch kranke, verletzte und verwahrloste Tiere sowie Schützlinge mit Handicap. Hier können Sie ein Zeichen für den Tierschutz setzen und unter dem Spendenbetreff “Spende statt Böller“ den HTV und die Tiere finanziell unterstützen. Für unsere Schützlinge im Tierheim ist die erste Nacht des Jahres mit viel Angst verbunden, denn selbst wenig schreckhafte Tiere werden durch die Sorge der Artgenossen verunsichert.
Tipps für einen möglichst stressfreien Start für unsere Haustiere gibt unser Dachverband, der Deutsche Tierschutzbund:
1. Sichere Rückzugsmöglichkeiten schaffen
Für Hunde, Katze und Kleintiere sollte unbedingt einige Tage vor Silvester ein ruhiger Platz geschaffen werden. Der jeweilige Raum darf nicht direkt zur Straßenseite liegen und sollte abgedunkelt werden. Eine Katze benötigt hier eine extra Katzentoilette. Auch Vogelvolieren und Kleintiergehege müssen möglichst weit entfernt vom Fenster stehen und durch ein Tuch abgedeckt werden. Kleine Heimtiere, die in der Außenhaltung leben, benötigen zusätzliche Versteckmöglichkeiten, die sie vor hellen Blitzen und lauten Knallen etwas abschirmen.
2. Geräuschpegel senken
Hundehalter sollten ihre Fellnasen ab den ersten Knallern, spätestens ab dem 31. Dezember nur noch an der Leine führen, möglichst in ruhigeren Gegenden und zu Uhrzeiten, zu denen noch nicht geböllert wird. Katzen mit Freigang bleiben am Silvesterabend am besten im Haus. Immer wieder kommt es vor, dass Hunde und Katzen zum Jahreswechsel aus Angst wegrennen – daher sollten die Tiere unbedingt gekennzeichnet und registriert sein, um sie im Fall des Falles schnell wiederzufinden. Draußen gilt: In der Nähe von Waldrändern, Waldlichtungen, Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung zu böllern, sollte tabu sein. Scheue Wildtiere reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern besteht die Gefahr, dass sie in Panik ausbrechen.
3. Ruhig bleiben
Je souveräner und gelassener sich der Mensch verhält, desto eher entspannt sich das Tier. Während einige Katzen und Hunde sich an ihrem Menschen orientieren und den direkten Körperkontakt suchen, verstecken sich andere lieber unter der Eckbank. Auch diese Reaktion ist völlig in Ordnung, solange man sich nicht zu vehement um das Tier „bemüht“. Übermäßiges Streicheln oder Zureden hilft dem Tier dann wenig. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird. Auch beruhigende Musik kann bei manchen Tieren zur Entspannung beitragen.
* repräsentativen Erhebung des Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) zur Heimtierhaltung 2017
Öffnungszeiten zum Jahreswechsel: Silvester 9 bis 12 Uhr Neujahr geschlossen
Ich finde „Spende statt rauchen“ effektiver, denn böllern tut man nur einmal im Jahr – und ich finde das gehört vollkommen dazu. Lieber sollte man öfter im Jahr was spenden anstatt dass man Zigaretten kauft.
Und ganz ehrlich. Wenn ich ein Tier wäre, hätte ich viel mehr Angst um meinen Besitzer wenn er andauernd raucht – der Böllerlärm wär mir da wurscht, jedoch der Zustand meiner Vertrauensperson nicht. Der wäre mir als Tier nämlich tausendmal lieber wie einmal im Jahr Krach.
Diesem kann ich als Hundebesitzer nur zustimmen. Nicht nur die 1. Nacht ist voller Angst, sondern fast die nächsten 2 Wochen. Ständig böllern noch jemand in der Ferne und dann kann ich meinen traumatisierten Hund kaum mit der Leine festhalten.
Ich wünsche mir, dass unsere Bundesregierung hierzu Stellung bezieht. Ich denke, dass öffentliches Böllern neben der Lärmbelästigung auch nicht mehr zeitgemäß wegen Luftverschmutzung ist.