HRS, das Hotel Portal wirbt mit Vortäuschung falscher Vorteile
Volker Hofer schrieb folgende Nachricht:
Am 20.3. habe ich bei HRS das Hotel Dannerwirt in Flintsbach gebucht. HRS lobte auf seiner Internetseite “Exklusivpreis-Garantie” aus. Dies bedeutet lt. Reglement mindestens 10% billiger als andere Internetanbieter. So habe ich im Vertrauen darauf gebucht. Zufällig bin ich während einer anderen Buchung auf “hotel.de” gestoßen und dort wurde dasselbe Hotel für denselben Zeitraum mit demselben Preis angeboten. Aus Neugier habe ich auch “booking.com” geprüft und dort war die Preisdifferenz ca. 3%. Die Exklusivpreis-Garantie war also nicht wahr. Im Reglement wurde für diesen Fall eine Pönale von 20€ vorgesehen, die allerdings beim Hotel einzuklagen war. So besuchte ich das Hotel wie gebucht und wie bei HRS gebucht, wurde der Internetpreis berechnet. Auf meine Reklamation bezüglich Exklusivpreis-Garantie antwortete man mit Unverständnis. Das Hotel biete immer nur einen Festpreis an und von der Garantie wüßte man nichts. Man zahle sowieso an HRS 15% Vermittlungsgebühr. Es
war ganz klar, daß nur HRS von dieser Garantieauslobung ggü. anderen Mitbewerbern profitierte. Ich wendete mich an HRS und bekam einen Eingangshinweis. Nach 14 Tagen keine Antwort und ich mahnte. Sofort darauf bekam ich die Antwort des Hotels an HRS, daß das Hotel wohl einen Fehler bei der Rechnung gemacht hätte. HRS würde nun das Hotel näher beobachten. Man dankte für meinen Hinweis. Kein Angebot der Wiedergutmachung wie im Reglement vorgesehen.
Auf meinen Hinweis, daß die Antwort ja nicht komplett sei, verwies man auf die “Vermittlerfunktion”, die einen Schadensersatz wie von mir verlangt, nicht vorsieht. Im übrigen hätte ich ja HRS vor dem Hotelbesuch nicht über die Situation informiert. Es ist also ganz klar, daß HRS zwar von der Garantieauslobung profitiert, aber auf keinen Fall dafür verantwortlich sein will. Das Hotel wiederum reagiert auf die Auslobung und das von HRS publizierte Reglement mit Unverständnis. Insgesamt also unlauterer Wettbewerb und Vortäuschung falscher Vorteile.


HRS ist seriös. Sie bieten teilweise exklusive Rabatte an. Aber, HRS ist nur Vermittler. Letzlich ist das Hotel Vertragspartner. Wenn ein Hotel mit günstigen Angeboten auf HRS wirbt, dann dieses aber nicht hält, ist das ein Wettbewerbsverstoß des Hotels. Allerdings sind Angebote wie bei Billigfliegern im Kontigent beschränkt. Insgesamt sollte man einfach weiter suchen und nicht überall nuur das schlechteste vermuten.
HRS war mal seriös… inzwischen ist der Kampf zwischen den Vermittlerportalen voll ausgebrochen. Um sich von hotel.de oder booking.com abzusetzen, haben sie den “Exklusivpreis” erfunden. Im Gegensatz zum Garantiepreis von hotel.de “garantiert” HRS beim Exklusivpreis immer 10% unter dem Preis seiner Mitbewerber (bei identischen Buchungskonditionen) zu sein, sonst gibts 20 Euro oder bei höherer Differenz den Unterschied pro Nacht zurück.
So weit so gut. Auch ich habe so meine Erfahrungen damit gemacht. Zunächst muss man den Verstoss gegen den Exklusivpreis melden, d.h ein Formular ausfüllen, das geprüft wird. Sind die Konditionen verletzt (was man leicht über Metasuchmaschinen wie trivago feststellen kann), gibt es ein Anrecht über den Rabatt. Das muss zumindest als Email vorliegen.
Dann — und jetzt kommt die Krux —- schiebt HRS die Rabattierung ganz aufs Hotel. Dort steht an der Rezeption häufig jemand, der keine Ahnung von den Veträgen mit HRS hat und natürlich die Rechnung auch nicht mindert. In Deutschland kann man die Sache ruhig eskalieren lassen. Nicht zahlen, wenn man Zeit hat, Personalien hinterlassen usw, kann sogar die Polizei gerufen werden. (Natürlich anbieten, den richtigen Betrag zu zahlen.) Im Ausland lassen sich die Hotels darauf aber nicht ein. Aber: Wer zahlt hat verloren, denn “überhöhte Forderungen”, die einmal abgebucht bzw. gezahlt wurden, kann man praktisch nicht mehr aus dem Ausland eintreiben.
HRS sieht sich laut ihren AGB nur als ein Vermittler von Hotels. Damit meinen sie allen Regressforderungen entgehen zu können. Jedoch ist ein Vermittler durchaus verantwortlich für das Angebot oder Rabatte, die er auf seinen Portal ins Internet stellt. Ein Mietwagenbroker ist regresspflichtig für falsche Verträge, die man dann vor Ort abschließen muss.
Genauso muss HRS für die Fehlleistungen seiner “Partner” einstehen auch als Vermittler. In Deutschland bestätigen sie auf Anfrage die geminderte Summe und so hat das Hotel keine Chance das Geld jemals einzutreiben, wenn der Vermittler schon dem Kunden recht gibt. Im Ausland ist das komplizierter, weil zumeist eine Zahlung oder Abbuchung vorliegt. Hier hilft nur massiver Druck auf HRS. Eine Möglichkeit ist, die Zahlung nicht zu autorisieren, sie dann als überhöht zurückbuchen zu lassen. In jedem Fall muss HRS da mitspielen, daher sollte man erstmal versuchen zu kooperieren und die Konfrontation nur als letztes Mittel suchen.
Häufig ist eben nicht HRS schuld, sondern das Unvermögen der Hotels bei über 20 Buchungsportalen die Übersicht zu behalten. Dennoch ist die Haltung von HRS, die das zu Werbezwecken ausnutzt zumindest grenzwertig.
UPDATE:
Am 1.7. habe ich ein “Exklusivpreis”-Hotel über HRS gebucht, d,h mir wurde auf der Website “versprochen”, wenn ich das gleiche Hotel auf einem anderen Portal zum gleichen Preis oder billiger sehe, 20€ vom Hotel zurückzubekommen.
Gleich darauf entdeckte ich auf der Metasuchmaschine Trivago, das gleiche Hotel mit identischen Buchungskonditionen für 44€ bei Booking.com statt 58€ bei HRS. Ich füllte die Exklusivpreis-Forderung bei HRS aus und bat nochmals per Mail um eine dringende Bestätigung, da meine Anreise schon in 1 Tag und Abreise in 2 Tagen war.
Wie schon im oberen Beitrag, ist es äußerst schwierig, einen Exklusivpreis insbesondere im Ausland zu mindern, da die Hotels – trotz anderslautenden Vertrag mit HRS – nicht mitspielen.
Wie ich erwartet habe: Bis zu meiner Abreise hörte ich nichts von HRS und der Hotelier schenkte mir nur ein müdes Lächeln auf meine berechtigte Forderung. Er hätte mich nicht gehen lassen, ohne dass ich den überhöhten Betrag bezahlte.
2 Tage später meldete sich HRS bei mir und bestätigte mir die Erfüllung der Exklusivpreis-Konditionen. Allerdings zu spät, um sie aus Italien, wo das Hotel liegt, zurückzubekommen. Dann machte ich Druck auf HRS, die alles auf den Vertrag zwischen Kunde und Hotel schoben, mir aber auch nicht sagen konnten, wie ich an mein Geld komme. Es kam angeblich zu einer Konfrontation zwischen HRS und dem Hotelbetreiber mit dem Ergebnis, dass HRS das Hotel nicht mehr anbietet. Allerdings konnten Sie mir keine Hoffnung machen, mein zu viel gezahltes Geld jemals wieder zu sehen.
HRS beschränkt sich bei alledem auf seine Vermittlertätigkeit. Dennoch bin ich mit HRS einen sog. Geschäftsbesorgungsvertag eingegangen, aus dem HRS zumindest die Pflicht erwächst, mir keinen Schaden zu verursachen. Dies haben sie mit der verspäteten Rückmeldung missachtet. Genauso müssten Sie die Preisdifferenz begleichen, denn es besteht kein Unterschied zu einem Internetangebot z.B. für 100€, dass dann vor Ort plötzlich 150€ kostet, man aber einen Vertrag vermittelt bekommen hat, der nicht mehr kostenlos stornierbar ist und der Hotelier einem sonst nicht gehen lässt.
HRS lässt den Kunden mit seinen sog. Marketing-Coup alleine im Regen stehen und begleicht den “Schaden” bzw. das gegebene Werbe”versprechen” nicht. Würde ich klagen, hätte ich gute Chancen, aber wegen 20€?
Der Exklusivpreis ist nicht die Website wer, auf der er geschrieben steht. Im Ausland ist er absolut nicht durchsetzbar, im Inland verhält es sich da etwas anders (s. oberer Beitrag), wenn man sich traut.
In der Tat schmückt sich HRS mit einem “Versprechen”, dass es nicht hält, täuscht damit den Kunden und verschafft sich so ggü. anderen Buchungsportalen unlautere Wettbewerbsvorteile.
Leider ist mir HRS ebenfalls durch unseriöse Praktiken aufgefallen. So hatte ich als langjähriger HRS-Kunde das Problem, dass die auf der Buchungsbestätigung angezeigten Bedingungen deutlich anders aussahen als auf den vorher angezeigten Internetseiten zur Reservierung. Auf einmal wurde die Reservierung von 5 bernachtungen (3 Monate im voraus) sofort über die Kreditkarte abgerechnet und als nicht mehr änderbar ausgewiesen, ohne dass man das vorher erkennen konnte. 1 Woche später musste ich die Reise um eine Woche verschieben, das Hotel war nicht bereit auch nur einen Cent zu erstatten. Das Kreditkarteninstitut hat eine Stornierung abgelehnt, ich müsste mich an das Hotel wenden.
Ich denke, dass man hier von einer bewußten Täuschung sprechen kann.
Hätte HRS gleich angezeigt, dass die Reservierung irreversibel ist,
hätte ich diese Seiten niemals abgesendet. Von einem meiner
Geschäftspartner ist mir ein ähnlicher Fall bekannt. Ich habe inzwischen begonnen, auf juristischem Weg dagegen vorzugehen.
Ich bin seit vielen Jahren ein häufiger und zufriedener HRS-Kunde. Reservierungen (weltweit)zu den im HRS-Angebot genannten Konditionen sind immer eingehalten worden.
Die einzige Schwierigkeit, die ich mal hatte, war es, ein Hotel im Baskenland zu buchen. Ich spreche kein Baskisch und kenne auch nicht die baskischen Ortsnamen (Bei HRS sind die spanischen, für mich verständlichen Namen genannt, und so habe ich auch gebucht). Ich buchte das Hotel zu einem günstigen, sofort zahlbaren und “non-refundable” Preis (wurde im Angebot von HRS auch klar so ausgewiesen). Ich bekam, wie gewohnt, die Reservierungsbestätigung mit der baskischen Adresse des Hotels. Es stellte sich aber nachher vor Ort heraus, dass ein Übertragungsfehler, der wo-auch-immer entstanden ist, diesen baskischen Ort einem spanischen Ortsnamen zugeordnet hat, der ca. 80 km entfernt von dem Ort war, wo ich hin wollte. HRS hat mir telefonisch sofort und ohne viel Umstand geholfen und das bereits bezahlte Geld habe ich auch sofort auf meine Kreditkarte zurückgebucht bekommen. Perfekter Service, bei dem auch die Entschuldigung von HRS gut angekommen ist.
HRS? Jederzeit gerne wieder!
Ich habe bei hrs eine nacht gebucht fuer einen hot deal von 10 euro, 3 sterne rom, und auch eine bestaetigung
bekommen. Dann buchte ich den flug um, einen tag frueher, fuer 50 eur gebuehr. Dann rief hrs an und erklaerte, der preis sei falsch, man storniere die buchung. Das kann ok sein, aber den schadenersatz drr 50 eur umbuchungsgebuehr wollten sie nicht erstatte . Ich muesse immer anrufen, und fragen o. Die rate im www auch richtig sein. Ja dann brauch ich ja kein hrs!